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5. 09. 2018

Der „Schmäh“ mit Ihrer Rente! (1)

Die Bundesregierung jubelt! CDU/CSU und SPD haben vor wenigen Tagen weitreichende Reformen bei der gesetzlichen Rente beschlossen. Dies soll sich „finanziell vorteilhaft“ auf viele Menschen (Rentner, krankheitsbedingte Frührentner, Mütter, Geringverdiener) bemerkbar machen. Die Lebensleistung jedes Einzelnen soll „honoriert“ werden.

Aha! Wieder einmal Selbstbeweihräucherung der politischen Elite, obwohl es alles andere als das sein sollte. Denn letztlich ist diese Reform, wie das ganze Rentensystem in Deutschland, eine Schande!

Damoklesschwert Rentenreform

Die Rentenreform, die Anfang 2019 in Kraft treten soll, ist ein Damoklesschwert. Bevor ich jedoch näher darauf eingehe: Es soll eine Mütterrente II geben, Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner, eine Entlastung von Geringverdienern bei Sozialbeiträgen. Der Beitrag zur Rentenversicherung soll die 20-Prozentmarke nicht überschreiten (aktuell liegt er bei 18,6 %). Außerdem soll das Rentenniveau „stabilisiert“ werden. Das heißt im Klartext, dass das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn bis 2025 bei 48 % gesichert werden soll. Alle, die seit Jahrzehnten täglich fleißig arbeiteten, müssten die Gewissheit haben, dass zumindest das heute geltende Rentenniveau nicht noch weiter absinke.

Ich sage Ihnen: 48 % ist und bleibt nach wie vor mickrig! Mehr noch: Eine Schande für die Lebensleistung von Beschäftigten. Hierzulande erhält ein Durchschnittsrentner nach der Statistik der Deutschen Rentenversicherung gerade Mal etwa 942 Euro im Monat. Nach den Abzügen für die Kranken- und Pflegeversicherung werden ihm davon 857 Euro im Monat ausgezahlt. Das ist Wahnsinn!

Die Jungen werden die Zeche zahlen!

Im Gespräch ist auch eine Rentengarantie bis zum Jahr 2040. Doch alleine bis 2025 soll die

Rentenreform rund 32 Milliarden Euro kosten. Und wer trägt diese Last? Klar, Sie – der Beitrags- und Steuerzahler. Wer denn sonst?

Doch längst schon laufen Wissenschaftler gegen die Rentenreform an. Beispielsweise der Ökonom Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg. Er meint, dass die geplante Standardrente bis 2040 (also die Stabilisierung bei 48 %) nicht nur „unfinanzierbar“, sondern auch „unfair“ gegenüber den Jüngeren sei. Seiner Rechnung nach würden sich die Kosten dafür langfristig auf – sage und schreibe – drei Billionen Euro belaufen. Und der Beitrag zur Rentenkasse von jetzt 18,6 % auf 29 % des Bruttoverdiensts steigen. Dadurch würden die jüngeren Arbeitnehmer noch mehr „geschröpft“! Und gerade deshalb würden die junge Generation kein Verständnis dafür haben.

Bernd Raffelhüschen ist nicht der einzige Experte, dem die Pläne sauer aufstoßen. Auch Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut für Sozialpolitik in München sieht das kritisch. Er geht davon aus, dass die Rentenpläne bei einer 48-Prozent-Stabilisierung schon 2030 über 40 Milliarden Euro kosten würden. Und ab 2040 jährlich sogar 100 Milliarden! Um dies tatsächlich bewerkstelligen zu können, müsste die Mehrwertsteuer von aktuell 19 % auf 26 % angehoben werden.

Im 2. Teil zeige ich Ihnen auf, warum österreichische Rentner durchschnittlich 54 % mehr Geld erhalten als Sie!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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