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3. 05. 2018

Der „Wertefall“ und die Eliten (2)

Die Elite verfällt moralisch. Immer mehr. Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, wie diese sich auf Kosten anderer bereichert und beweihräuchert. Wie es nur noch um Macht, Einfluss, Geld und Profit geht. Wie deren Vorbildfunktion genauso verkommen ist, wie Anstand und Moral.

Gesellschaftliche Verantwortung und ethische Verpflichtung

Einer, der damals schon als „moralischer Rufer“ in der Wüste galt, war der ehemalige Vorstandsprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen. Eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Spitzenmanagern. So sagte er einmal – und das klang wie ein Appell:

„Die Deutsche Bank kann sich nicht allein darauf beschränken oder konzentrieren, gute Geschäfte zu machen. Sie muss, weil sie eine bestimmte Größe hat, eine bestimmte Autorität, eine bestimmte Position hier und draußen in der Welt, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Wir müssen eine Art von ethischer Verpflichtung akzeptieren. Handlung muss durch Haltung begründet sein.“

Sie wissen: Alfred Herrhausen wurde 1989 Opfer eines Bombenattentats der RAF. Er, der noch kurz zuvor einen wirtschaftlich und ethisch begründeten Schuldenerlass für hochverschuldete Entwicklungsländer forderte – und damit auf massiven Widerstand der internationalen Finanzwelt stieß – fand so sein tragisches Ende.

Anstand und Moral kein wegwerfbares Luxusgut, sondern eine Haltung!

Handlung durch Haltung begründen. So sollte es sein. So sollten die Eliten denken, die versuchen uns täglich klar zu machen, was für uns das Beste ist. Und dabei selbst jegliche Moral, jeglichen Anstand verloren haben. Selbstkontrolle und Verantwortungsgefühl sind bei ihnen längst nicht mehr vorhanden.

Der österreichische Ökonom Friedrich August von Hayek brachte dieses Dilemma auf den Punkt: Anstand beziehungsweise Moral sei kein Luxusgut, das man Gewinn oder Effizienz, ökonomischen oder politischen Zielen opfern könne, meinte er. Anstand sei eine Haltung, die für ein gedeihliches Miteinander in Freiheit unerlässlich sei. Wenn der Mensch diese Aufgabe nicht wieder stärker selber in die Hand nehmen würde, stehe es schlecht um die Zukunft der freien Gesellschaft.

An diesem Punkt sind wir angekommen. Werte, Moral, Anstand und Rücksichtnahme sind verloren gegangen. Da helfen auch keine Sonntagsreden mehr, sondern nur noch ein radikales Umdenken im Sinne von Hayek.

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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