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3. 04. 2018

Die deutsche „Melkkuh!“ (3)

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass der deutsche Staat –  und damit Sie als Steuerzahler –letztes Jahr 343 Millionen Euro Kindergeld für rund 250.000 im Ausland lebende Kinder gezahlt hat. Das ist zehnmal mehr als noch 2010. Möglich wird das, wenn Vater oder Mutter hier arbeiten.

Deutsche Politiker wollten Kindergeld-Transfer ändern – EU verhinderte dies!

Sogar dem damaligen SPD-Wirtschafts- und späteren Außenminister Sigmar Gabriel stieß diese Praxis sauer auf. So forderte er in „bestimmten Fällen“ eine Kürzung des Kindergelds für EU-Ausländer.

Ferner erklärte Gabriel, dass die Freizügigkeit nicht missbraucht werden dürfe, um in Sozialsysteme einzuwandern. Noch schlimmer: Es gebe in manchen Großstädten Deutschlands „ganze Straßenzüge mit Schrottimmobilien“, in denen Migranten nur wohnten, weil sie für ihre Kinder, die gar nicht in Deutschland lebten, Kindergeld auf deutschem Niveau bezögen.

Doch ihm, genauso wie anderen deutschen Politikern, die dieses Kindergeld-Transfersystem wenigstens auf das Niveau der jeweiligen Heimatländer absenken wollen, sind die Hände gebunden.

Warum werden sie sich jetzt fragen? Richtig: Die EU-Kommission mauert.

Die Begründung ist gerade hanebüchen. So ließ Brüssel verlauten, dass dieses Problem zu unbedeutend sei, betreffe es doch weniger als 1 % aller Kindergeldzahlungen in der EU.

Sie zahlen auch für Kinder in den Maghreb-Staaten

In diesem Zusammenhang noch etwas anders: Wussten Sie, dass Sie auch für Ausländer, deren Kinder u.a. in den Maghreb-Staaten leben, Kindergeld ezahlen? Nicht, dann lesen Sie weiter.

Die Bundesregierung hat mit den Staaten Algerien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kosovo, Montenegro sowie mit Marokko, Tunesien und der Türkei das sogenannte Abkommen über soziale Sicherheit mit Einbeziehung des Kindergeldes geschlossen.

Damit können (ausländische) Eltern, die hier leben und Kinder in den oben genannten Ländern haben, deutsches Kindergeld kassieren.

Der Durchschnitts-Monatsverdienst in Algerien liegt bei 320 €, in Marokko bei 220 € und in Tunesien bei 280 €. Mit deutschem Kindergeld (derzeit 194 € für das 1. und 2. Kind, 200 € für das 3. und 225 € ab dem 4. Kind) verdient man dort also bei zwei Kindern mehr, als wenn man arbeitet.

Der Dumme sind wieder mal Sie!

Ich sage Ihnen was: Letztlich sind Sie wieder mal der Dumme. Und kein anderer! Solange die deutsche Melkkuh noch funktioniert, scheint in Europa und anderswo alles in Ordnung!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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