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1. 02. 2018

„Die Vorherrschaft der ökonomischen Elite“ – Reiche gegen den Sozialstaat! (3)

In meinen aktuellen Volkspetition News habe ich Ihnen bislang aufgezeigt, dass die Welt ungerecht und ungleich ist und die Reichen immer mächtiger werden. Aufgrund ihres Vermögens haben sie letztlich massiven Einfluss auf die Politik, sprich: ihre Forderungen werden häufiger Gesetz als die der großen Mehrheit der Ärmeren. Es existiert also eine „Vorherrschaft der ökonomischen Elite.“

Auch hier in Deutschland!

Sie wissen jetzt auch, was der Politikprofessor Armin Schäfer von der Universität Osnabrück diesbezüglich in seiner Untersuchung schrieb: „Die Wahrscheinlichkeit für eine Politikveränderung ist wesentlich höher, wenn diese Politikveränderung von einer großen Anzahl von Menschen mit höherem Einkommen unterstützt wird.” Letztlich bedeutet dies, dass auch die Wohlhabenden in Deutschland (die sogenannte „ökonomische Elite“) den politischen Ton angeben!

Nicht zum „Wohl“ der Deutschen

Politikprofessor Schäfer verfasste außerdem die Studie „Dem Deutschen Volke? Die ungleiche Responsivität des Bundestags”. Darin kommt er zu dem verhängnisvollen Schluss:

„Wir können erstmals für Deutschland nachweisen, dass politische Entscheidungen mit höherer Wahrscheinlichkeit mit den Einstellungen höherer Einkommensgruppen übereinstimmen, wohingegen für einkommensarme Gruppen entweder keine systematische Übereinstimmung festzustellen ist oder sogar ein negativer Zusammenhang.”

Also noch einmal: Auch hierzulande gibt es eine ähnliche Dominanz der Reichen hinsichtlich der politischen Repräsentation und Entscheidungen, wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Doch das ist noch längst nicht alles.

Reiche gegen den Sozialstaat

Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Würzburg, Norbert Berthold, bemängelt außerdem: „Um in Deutschland zu den Top-10 Prozent zu gehören, muss ein Jahreseinkommen von ungefähr 70.000 Euro erzielt werden, die Grenze zu den Top-1 Prozent liegt bei etwa 150.000 Euro, die Grenze zu den Top-0,5 Prozent liegt gar bei 500.000 Euro.”

In einer Studie untersuchte er den Einfluss der (Einkommens-)Reichen auf den Sozialstaat. Mit verheerendem Ergebnis! Denn die Ergebnisse bestätigten jene der beiden US-Politikwissenschaftler Martin Gilens und Benjamin J. Page: Bezieher von Top-Einkommen nehmen einen „signifikant negativen“ Einfluss auf die nationalen Umverteilungsstrategien. Konkret: „Dieser Effekt ist umso stärker, je weiter wir die Einkommensleiter emporklettern. Das bedeutet, die Top-0,01 Prozent üben einen stärkeren Effekt aus als die Top-0,1 Prozent, welche wiederum eine größere politische Macht besitzen als die Top-1 Prozent.”

Auch das heißt nichts anderes, als dass reiche Menschen mächtiger sind! Verstehen Sie?

Die Spaltung der Gesellschaft und die Gefahr für die Demokratie

Dies drückt sich nach dem Volkswirtschaftler Berthold als „Nepotismus und Vetternwirtschaft“ aus, also in „finanziellen Vergünstigungen, Steuerschlupflöchern und Subventionen für Reiche.“

Er kommt ebenfalls wie seine amerikanischen Kollegen zu dem verhängnisvollen Schluss, dass derartiges Handeln langfristig zu „bedenklichen Konsequenzen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Demokratie führen“ kann.

Die Spaltung der globalen Gesellschaft und die hier beschriebene „Vorherrschaft der ökonomischen Elite“ ist also längst schon Fakt. Und wird zukünftig noch weiter voranschreiten!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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